Welt der Möglichkeiten

Am Abend des 14. Januars konnte ich den letzten Schritt zu meinem genau vor einem Jahr am 14. Januar 2018 entstandenen Song “Fly with me” unternehmen. Es war ein besonderer Moment, als ich beim Anhören der Gesangsaufnahme das Datum auf meinen handschriftlichen Entwürfen zum Song entdeckte. Manches braucht eben durchaus mal ein Jahr vom ersten Auftauchen aus dem “geöffneten Fächer der quantischen Möglichkeiten”* bis zur fertigen Ausarbeitung.

Denkansätze, die ans Leben wollen

Das dachte ich mir gerade in Anlehnung an meine derzeitige Lektüre “Es werde Licht. Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik” von Christine und Frido Mann, aus dem oben genannte Formulierung* stammt (S. 167, Fischer Taschenbuch). Dieses Buch scheint gerade wie ein großer Topf zu sein, in dem vieles, worüber auch ich mir Gedanken mache und so meine Thesen habe, enthalten ist.

Überblick und Überlegungen

Die Autoren geben eingangs einen geschichtlichen Überblick, wie es durch das Christentum bzw. die Kirche zur Trennung von Geist und Materie kam. Weiter wird dargestellt, wie sich die Quantenphysik von der klassischen Physik – die immer noch weitgehend unser Denken bestimmt – unterscheidet bzw. diese ergänzt und eine ganz andere Sicht auf die Welt freigibt. Zum Ende des Buches findet der Leser verschiedenste Überlegungen der Autoren, inwiefern Phänomene, die wir alle – insbesondere Künstler und Kreative – kennen, mit quantenphysikalischen Erkenntnissen erklärbar sein könnten und wo es dringend geboten wäre umzudenken.

Das Rätsel bleibt

Dieses Büchlein wird seine Liebhaber und auch seine Kritiker finden. Auch für mich war es stellenweise eine gemischte Lektüre, da für mich wieder klar ist: Physiker, Wissenschaftler, egal welche, können viel erklären, aber das Rätsel des Lebens selbst bleibt bestehen. Bei einer Stelle wie “An diesem Punkt muss sich aus der Protyposis Information mit Bedeutung entwickelt haben” (S. 140) denke ich mir: Ja schön, das ist aber auch nicht wirklich erhellender als “Im Anfang war das Wort”. Das Wunder alles Lebens und Lebendigen können wir auch im 21. Jahrhundert keineswegs erklären.

Auf der gleichen Wellenlänge

Was wir aber können, ist, das Ganze wieder mehr in den Blick zu bekommen bzw. unsere Intuition dafür mit Hilfe der quantenphysikalischen Erkenntnisse zu stärken und dem trennenden Verstand das Zepter aus der Hand nehmen. Ich glaube auch, dass wir ganz dringend ein Umdenken brauchen, das “den empathischen Menschen hervorbringt und zu einer Grundhaltung im Zeichen einer ganzheitlichen Verbundenheit des Menschen mit allem Lebendigen anregen soll” (S. 226). Insofern fühle ich mich mit den Autoren auf einer Wellenlänge und derselben Bewegung angehörend. Mandalas sind für mich Symbole dieses ganzheitlichen, verbundenen Denkens. Sie sind die Brücke sowohl zwischen den einzelnen Religionen als auch zwischen Religion und Wissenschaft. Ein Symbol, das so alt wie die Menschheit und über den ganzen Erdball in allen Kulturen verbreitet ist, muss eine tiefe Wahrheit in sich tragen.

Mein Buchtipp zum heutigen Blogpost:
“Es werde Licht” von Christine und Frido Mann im Fischer Verlag

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