Was willst Du werden, wenn Du mal groß bist?

Nachdem sich meine erste Euphorie das Bildbearbeitungsprogramm betreffend gelegt hat, nimmt das Ganze nun etwas gemäßigter seinen Lauf. Ich freue mich riesig, dass ich mittlerweile ein paar Dinge schon ganz brauchbar beherrsche und das Programm nicht mehr ganz so geheimnisvoll ist. Es ist ein gutes Gefühl, auch jetzt in meinem Alter immer weiter zu lernen und Neues zu entdecken. Okay, vermutlich wäre es mir nicht möglich, wenn ich mich wie andere Frauen täglich um einen reibungslosen Familienablauf kümmern müsste. Mein Leben ist halt nun endgültig ein Künstlerleben geworden und immer wieder mal frage ich mich, ob ich das selbst so “gewählt” habe oder ob es eben meine Bestimmung ist?

Ursprüngliche Wünsche

Manchmal wünschte ich, ich hätte mich bei so mancher Station anders entschieden bzw. hätte mich nicht abbringen lassen von eigentlich Gewolltem. Mein ganz ursprünglicher Berufswunsch z.B. war Schneiderin. Ich habe als Kind immer gerne Kleidung für meine Barbies entworfen und per Handarbeit zusammengenäht. Ich habe es geliebt, wenn ich ein paar Stücke glitzernden Faschingsstoff oder anderen schönen Stoff ergattern konnte für meine selbstgemachten Barbie-Kleider. Meine Lieblingsabteilung beim Hertie war die Stoffabteilung, in der es auch alle möglichen schönen Bordüren und Perlen gab. Immer schon liebte ich all die Designs und Muster in den schönsten Farben. Jetzt, wo ich es aufschreibe, kommt die Erinnerung wieder so richtig. Und ein bisschen wundere ich mich sogar, denn um Modedesign(er) mache ich mir nämlich gar nichts. Mir macht immer nur Freude, was ich wirklich selbst gestalten und machen kann. Ansonsten ist Mode für mich halt zum Anziehen da und morgens zu überlegen, was ich anziehe, finde ich schon immer eine höchst lästige Angelegenheit.

Was wäre wenn?

Aber gesetzt, ich hätte Schneiderin gelernt, dann wäre fraglich, ob ich zu meinen Mandalas und mittlerweile zum Mandala-Design gefunden hätte, aus dem ich nun all diese Entwürfe und Stoffe zaubern kann. Insofern gräme ich mich nicht, dass ich den Stoff nicht selbst vernähen kann. Denn was nicht ist, kann ja noch werden. Sicherlich werde ich keine komplizierten Anziehsachen mehr nähen können – dazu habe ich bei allem, was ich eh schon mache, auch gar nicht mehr die Kapazität -, aber ein paar einfache Dinge aus meinen Stoffen, das könnte durchaus noch Wirklichkeit werden.