Komisch, aber schön

Momentan fühlt sich mein Leben wieder mal recht eigenartig an. Ich weiß (mal wieder) nicht so genau, wohin es gehen wird und wofür das alles hier auf Erden überhaupt gut sein soll. Aber letztendlich nützt alles Streben für die Zukunft sowieso nichts, weil wir nur im Moment leben und der ist oft wirklich komisch, aber eben auch schön genau so wie er ist. Vor allem dann, wenn das Denken, dieser ständig plappernde Papagei im Kopf, Ruhe gibt. In dieser Stille kann ein Moment so klar sein, dass Vergangenheit und Zukunft und Gegenwart sich in einem Augenblick verdichten. Das sind die Momente, die ich liebe und die für mich wie Juwelen sind im Schotter des alltäglichen Erlebens.

Ich glaube, die größte Kunst im Leben ist, jeden Moment aufmerksam, möglichst vorurteilslos, ohne Erwartungen und ohne Selbstzensur zu leben und erleben. Wenn das jeder für sich könnte, dann könnten wir auch alle miteinander so leben; das wäre schön – doch davon sind wir wohl weiter entfernt als von der entferntesten Galaxie im ganzen Universum…

Und wie Ihr seht: Jetzt ist es soweit, ich zeichne und male mit meiner neuen Brille.
Jetzt weiß ich erst, wie schlecht ich ohne schon sehe, auch wenn alles noch ohne geht.