Gute Dinge brauchen Zeit

Manchmal, da schaue ich rückwärts und sehe mich, wie ich meine ersten Mandalas zeichne, ohne im mindesten zu ahnen, was mittlerweile – 14 Jahre später – draus geworden ist. Gut, ich kann jetzt keine großen Einnahmen und auch keine große Anhängerschaft vorweisen – wie so viele, die selbst gar nichts kreieren, sondern nur reden, wie man sich findet und ein glücklicher, erfolgreicher Mensch wird. Ob sie selbst es wirklich sind, wenn man hinter die Social-Media-Kulissen blicken könnte, das sei dahingestellt.

Wege muss man selbst gehen

Ich glaube nicht, dass man sich das ablauschen und dann einfach nachmachen kann. Meine Erfahrung ist, dass echtes Wachstum und Veränderung Zeit brauchen. Viel Zeit mitunter. Aber ich denke mir: Wofür sonst ist das Leben da? Wofür, als für den Weg, den ich gehe? Okay, manchmal ars**t mich das ganz schön an, dass alles so lange dauert. Da bin ich dann ein wenig genervt, wenn mir Mitte Zwanzigjährige mit einem Dauer-Glücklich-Grinsen und dem zehnfachen Jahreseinkommen aus sämtlichen Kanälen entgegen lächeln. Vielleicht, denke ich mir, haben die den Dreh einfach raus und ich eben nicht? Aber letztendlich weiß ich doch: nee, is´ nich´. Alles Fake. Oder eine Momentaufnahme eines Lebensabschnitts, der einfach gerade gut läuft.

Ein Auf und Ab mit Konstante

Mein Leben ist wie eine unüberschaubare Komposition, deren Konstante eine Tonart ist. Die Komposition selbst wechselt von Thema zu Thema, das durchgearbeitet und jeweils ins Ganze eingearbeitet wird. Meine Tonart ist seit 14 Jahren Mandalavision. Der Rest ist Improvisation. Wenn etwas besonders schön klingt, nehme ich es auf und verwerfe, was mir nicht gefällt. Ausgang offen. Im eigenen Lebensbuch kann ich nicht vorblättern und den Schluss lesen, selbst wenn ich wollte.

Wer hätte das gedacht?

Jedenfalls finde ich es wunderbar, dass meine freihand gezeichneten Unikate mittlerweile zusätzlich die Grundlage sind für Mandaladesigns in meinem Redbubble Shop sowie für schöne Stoffmuster. Das alles hat sich erst mit dem Tun entwickelt und ich hätte es durch Reden oder Theoretisieren nicht finden können. Manchmal war es auch einfach der Zufall oder eine Idee, die wie aus heiterem Himmel plötzlich im Raum stand. Der Motor für alles ist meine Begeisterung für Farben und Formen. Was mich am allermeisten fasziniert: Ich bin selbst die Quelle für all das. Nicht nur, dass ich für die Bearbeitung von Designs mittlerweile einen großen Vorrat habe. Ich brauche einfach nur was Neues zeichnen und colorieren und schon kann´s weitergehen. Und mit allem, was ich tue und neu entdecke, erweitern sich die Möglichkeiten.

Auf das, was da noch kommt

Der langen Rede, kurzer Sinn: Ich freue mich auf alles, was noch kommt und mache weiter so. Und ich freue mich, wenn ich Euch weiterhin hier auf meinem Blog mit auf die Reise nehmen kann.