Gefährliche Achtsamkeit?

Es gibt doch tatsächlich Menschen, die halten Achtsamkeit und die Suche nach dem Sinn des Lebens für gefährlich. Dass es sie gibt, finde ich nicht erstaunlich, nur, dass ich dies von einem Menschen hörte, der weder Staatsoberhaupt noch Diktator und auch nicht Regent von Huxleys Schöner neuer Welt ist. Und da frage ich mich dann schon, was in so einem Kopf vor sich geht? Naja, es ist mir schon irgendwie klar, dass es gefährlich ist, wenn man sein Hamsterrad am Laufen halten will. Da darf man natürlich nicht stillstehen und sich mal fragen, wozu und weshalb man das eigentlich Tag für Tag tut?

Eine Sache der Perspektive

Ist das Hamsterrad aber einmal gestoppt (oder man hat sich erst gar nicht hinein begeben), dann sieht man das eher anders herum. Dann ist es höchst gefährlich, in ein Hamsterrad einzusteigen und ständig dieses Tempo und die Bewegung halten zu müssen, damit nicht alles zusammenbricht.

Also insofern ist alles im Leben eine Sache der Perspektive. Das ist ja auch der Grund, weshalb Hamsterradler und Sinnsucher selten an einem Ort zu finden sind. Aber Gegensätze ziehen sich bekanntlich an und dann wird´s für beide gefährlich. Aber lieben wir nicht manchmal gerade das Gefährliche? Das vermeintlich Gefährliche, das hinter unseren eigens errichteten Schutzmauern liegt?