Entscheidungen

“Durch unsere Entscheidungen definieren wir uns selbst.”
Sergio Bambaren

Neulich in der U-Bahn auf diesen allgegenwärtigen Infoscreens las ich das oben genannte Zitat. Der Satz sprach mich an, da ich zu diesem Zeitpunkt wusste, auch bei mir ist eine Entscheidung – und zwar eine echte Entscheidung, kein Hin und Her wie bei einer Fahne im Wind – fällig.

Keine Entscheidung ist auch keine

Manchmal heißt es ja, keine Entscheidung sei auch eine Entscheidung. Das mag in gewisser Weise stimmen, aber keine Entscheidung ist leider oft auch der Grund für Stagnation, für ein “zwischen allen Stühlen” und damit Handlungsunfreiheit. Deshalb ist keine Entscheidung ein Weg, sich selbst undefiniert zu lassen und den Umständen oder Personen um einen herum zu überlassen, wie und was man wird. Eine Zeit lang ist das mal ganz spannend und auch ein Gewinn; wer immer nur verbissen sein Ziel verfolgt, kann Schönes auf Seitenpfaden nicht entdecken und entgeht manch wertvollem Schliff der Persönlichkeit.

Selbstbestimmt lebt sich´s besser

Aber irgendwann macht es keinen Spaß mehr, irgendwelche Nebenwege abzulaufen mit dem Gefühl, sich durch das Außen formen zu lassen und den eigenen Weg aus den Augen zu verlieren. Wer immer nur “seins” verfolgt im Glauben, sich selbst absolut zu kennen, ist und wird meines Erachtens ein ziemlich langweiliger Mensch. Wer aber verpasst, selbstbestimmt sich immer wieder auf sich zu besinnen, der gleicht vermutlich irgendwann einem Klumpen Ton, an dem sich viele Hände versucht haben, der am Ende aber doch unbestimmt formlos bleibt.