Der Tag hat zu wenig Stunden

Zur Zeit ist es für mich so verführerisch, vorm Computer zu sitzen, herumzuspielen und zu lernen. Der Tag hat dabei gefühlt immer zu wenig Stunden. Bei alle dem merke ich aber auch, dass mir dann tatsächlich manchmal die Ruhe fehlt zu zeichnen und zu malen, mich aber genau nur das wieder zur Ruhe bringt – oder ein Spaziergang im Englischen Garten.

Dieses digitale Leben ist schon irgendwie der Wahnsinn – und trotzdem möchte ich es nicht missen. Denn für mich eröffnen sich gerade so viele neue Gestaltungsmöglichkeiten. Das macht richtig süchtig. Momentan macht es mir großen Spaß zu erkunden, was aus meinen kleinen Mandala-Unikaten am Bildschirm so alles entstehen kann. Ein paar Zahlen anders, ein Plus oder ein Minus davor und die Rechenleistung des Computers zaubert unglaublich viele Varianten.

Nebenbei entsteht jetzt immer mehr mein weiteres Konzept für Mandalavision. Wie auch beim Zeichnen meiner Mandalas entsteht alles beim Tun. Es gibt keinen anderen Weg als die Dinge einfach zu tun. Nur im Tun kann sich alles weitere entwickeln. Klar, es gibt immer wieder auch Phasen des Innehaltens und Ruhenlassens aller Aktionen. Phasen, in denen ich alles nur anschaue und darüber nachdenke oder etwas ganz anderes tue, weil ich einfach zu voll bin davon. Fakt ist aber, dass sich das bis dahin durchs Tun Entstandene weiterentwickelt (oft unbewusst im Hintergrund), um dann auch im Tun wieder zu neuen Ergebnissen zu finden. Ewiges Grübeln und theoretisches Optimieren bringt gar nichts. Ich freue mich, dass ich zumindest das endlich begriffen habe im Leben. Ich stimme also voll und ganz mit dem guten alten Goethe überein: “Erfolg hat drei Buchstaben: TUN”.