Bei mir war es ein buntes Jahr

2020 nähert sich dem Jahresende. Was soll ich sagen? Ein verrücktes Jahr, für manche sicherlich ein sehr trauriges oder wirtschaftlich katastrophales Jahr. Für mich zum Glück nicht. Und gerade, was meine “bunte Seite” betrifft, war es unterm Strich doch recht erfolgreich. Ich konnte einiges in die Tat umsetzen oder umsetzen lassen, sprich von der lieben Sophie nähen lassen. Ich habe aber tatsächlich auch selbst die ersten Stunden an der Nähmaschine verbracht und neue Pläne sind gereift. Und: nach einer Pause von acht Wochen kann ich auch wieder zeichnen und malen und handwerkeln. Der kleine Finger ist soweit wieder hergestellt. Das lag mir natürlich ganz besonders am Herzen nach dem dummen Zwischenfall.

Was leider viel zu kurz kam 2020 war die Musik, d.h. die wöchentlichen Treffen mit der Band. Aber als Hobbymusikerin ist das zu verkraften. Noch dazu, wenn man wie ich so viele andere Beschäftigungen zuhause hat und diese ganzen Ausgangsbeschränkungen und Schließungen einen nicht allzu hart treffen. Ich habe wieder mehr zu meiner introvertierten Ader zurückgefunden und vermutlich wird es mir sogar etwas schwerfallen, wenn es wieder mehr nach draußen unter die Leute gehen soll. Aber ich denke, das wird jetzt eh noch eine Weile dauern.

Nun bin ich natürlich gespannt, was 2021 alles mit sich bringen wird. Ich merke, dass ich nicht zu viel nachdenken darf. Wenn ich es schaffe, immer wieder zur Mitte zu finden und mein genügsames Künstlerleben dankbar zu gestalten, dann wird es schon wieder gut gehen. Neue Ideen und Ziele werden sich finden, da bin ich sicher. In diesem Sinne bedanke ich mich – wo auch immer, ich würde sagen beim Leben selbst – für das Jahr 2020, dieses so besondere Jahr, in das wir alle soviel Hoffnung setzten und das uns dann eine ganz andere Herausforderung brachte als gedacht.