2020 – neues Jahrzehnt, neues Konzept

Das Jahresende rückt näher. Weihnachten ist bei mir von nun an Lichterfest im natürlichen Jahreslauf; so wie wir an Ostern eigentlich auch einen uralten Fruchtbarkeitskult feiern, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht nach dunkler Regenerationsphase. Vom Christentum als Religion habe ich mich verabschiedet und sehe es als wichtigen Teil der Kultur, die mich geprägt hat.

Jahresrückblick

Mit dem Jahresende stellen sich bei mir wie von selbst Gedanken zum Jahresrückblick ein und dieses Jahr damit auch der Rückblick auf das letzte Jahrzehnt. Soviel passiert! Und doch habe ich das Gefühl, mein Leben stagniert, ich bin in zehn Jahren nicht wirklich vorwärts gekommen. Was mein Schaffen rund um Mandalavision betrifft, drückt mich seit Beginn an einer Stelle der Schuh.

Der Mensch und seine Schöpfungen haben eine Würde

In seinem Buch Zart besaitet bemerkt Georg Parlow auf Seite 214 (Festland Verlag 2003, 2. Auflage), dass Introvertierte sehr oft ein Problem damit haben, von ihnen hergestellte Dinge zu verkaufen bzw. ihnen einen Preis zu geben. Dieses Thema kenne ich allzu gut und das ist meine leidige Druckstelle, gegen die kein Pflaster hilft. Das mag einerseits mit einem zu geringen Selbstwertgefühl zu tun haben, aber vor allem auch mit einer prinzipiellen Lebenseinstellung. Es ist mir einfach widerlich, mir und meinen schöpferischen Erzeugnissen einen Preis zu geben und beides damit in einen bloß marktwirtschaftlichen Zusammenhang zu stellen. Für mich ist es ein großer Unterschied, ob ich neue Büroklammern brauche oder mich in irgendein Kunstwerk verliebe und es in meiner Umgebung haben möchte. Die Büroklammern sind immer wieder durch neue zu ersetzen, dieses eine schöpferische Erzeugnis dagegen nicht. Büroklammern und andere Gebrauchsgegenstände können also einen berechneten Preis haben. Aber was ist mit Einzelstücken?

Eine würdevolle Lösung

Nun bin ich natürlich in dem Dilemma, dass ich meine Unikate nicht alle verschenken kann. Weder habe ich einen Ehemann mit reichlich gefüllter Kreditkarte – wie manche Frauen, die zu einem Spottpreis ihre handwerklichen Produkte auf Kunsthandwerkermärkten verkaufen und dafür noch milde (mitleidig) belächelt werden -, noch habe ich irgendwelche Erbschaften, die mir ein schöpferisches Leben ermöglichen. Und gleichzeitig gibt es keinen angemessenen Preis für meine Unikate. Denn entweder ist der Preis zu hoch oder er ist zu niedrig. Zu hoch, weil ihn die, denen meine Unikate gefallen, vielleicht nicht zahlen können; zu niedrig, weil der Preis für ein liebevolles Einzelstück immer zu niedrig ist. Deshalb brauche ich eine würdevolle, aber praktikable Lösung.

2020 innovativ

Daher möchte ich es von nun an anders handhaben. Meine Unikate sind weiterhin erhältlich. Wer eines (oder mehrere) entdeckt, das ihn anspricht, bei dem er das Gefühl hat, es möge ihn auf seinem weiteren Lebensweg begleiten, oder wer z.B. eine Praxis hat und die harmonisierende, beruhigende Wirkung meiner Unikate schätzt und seine Räumlichkeiten damit bereichern möchte, kurzum: Wer Interesse an meinen Unikaten hat, der möge mir einfach schreiben und mir mitteilen, welchen Preis er/sie zahlen möchte bzw. kann und wir werden eine Übereinkunft finden.

UPDATE März 2020:
Meine kleinen Mandala-Unikate gibt´s ab sofort in meinem Etsy-Shop fertig gerahmt.
Schaut doch mal rein, ob Euer Lieblingsunikat schon dabei ist!

Dafür steht Mandalavision

Wir alle brauchen Geld, um in dieser Welt mitspielen zu können. Aber Geld darf nur eine Art Spielgeld sein, um die Prozesse in Fluss zu halten. Geld darf nicht unseren Wert bestimmen. Das mag aktuell leider so sein, aber es könnte auch anders sein. Und dafür steht Mandalavision:
ES KANN IMMER AUCH ANDERS SEIN
Die Welt ist zu jedem Zeitpunkt Ergebnis und Ausgangspunkt eines Prozesses, der lebendig Gestalt annimmt aus allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, die mit uns wachsen oder sterben. Wir müssen nur die Arbeit auf uns nehmen, immer wieder neu zu entscheiden. Dann gestalten wir das Leben. Ich glaube, nur darum geht es.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes Fest zum Jahresende
und einen guten Start in ein gesundes Neues Jahr 2020!