Zuhause, daheim in meiner Burg

Ich bin zur Zeit von mir selbst etwas überrascht, dass ich nach den letzten bewegten Jahren, in denen ich für meine Verhältnisse erstaunlich extrovertiert unterwegs war, am liebsten nur zuhause bin, daheim in meiner Burg. Nur an der dunklen Jahreszeit liegt es nicht. Es ist eher so ein Gefühl, als zöge ich mich gerade wieder auf meinen “natürlichen” Zustand zurück. Es tut mir gerade so unheimlich gut, nur in meine Büros zu gehen, die nötigsten Einkäufe und Besorgungen zu erledigen und dann nichts wie ab nach Hause.

So gemütlich und schön!

Es ist so urgemütlich und schön zuhause! Ich bin unheimlich dankbar für meine Wohnung, die wirklich wie meine kleine Burg inmitten der Stadt ist. Hier bin ich einfach ich. Hier muss ich mich nicht durchsetzen, nicht rechtfertigen, nicht profilieren, nichts “vorspielen” und nichts beweisen. Hier kann ich meine ästhetische Macke ausleben: alles steht dort, wo ich es will und alles passt zusammen so wie ich mir das vorstelle; das ist wirklich ein Tick von mir. Ich gehöre zu den Menschen, die sich den ganzen Tag unwohl fühlen, wenn die Socken farblich nicht zum Rest der Kleidung passen und es macht mich ganz kirre, wenn in den Zimmern die Gegenstände farblich nicht zueinander passen oder nicht am richtigen Platz stehen. In allem bin ich in den letzten Jahren – also in meiner mehr nach außen gerichteten Phase – etwas lockerer geworden (ein Segen, das gebe ich zu), aber für viele Menschen wäre ich wohl immer noch unerträglich. Aber ICH LIEBE ES!

Lese- und Denkerplatz

Auch gestern habe ich´s mir nach dem Hundespaziergang mit Decke auf der Couch gemütlich gemacht und die Jung-Biographie von Gerhard Wehr ausgelesen. Mein Bücherstapel ist derzeit wieder enorm angewachsen und am liebsten würde ich alles gleichzeitig lesen können. In dieser Biographie von C. G. Jung waren wieder so viele neue Anregungen für Lesestoff! Meinen Leseplatz musste ich dann für den nächsten Hundespaziergang erst mal wieder verlassen…