So viele gute Bücher!

Ich glaube, das wird noch ein intensiver Lesesommer bei mir!

176_mandalavisionImmer schon auf der Leseliste

Durch Safranskis Goethe-Biographie habe ich den Drang, jetzt endlich etwas von/über Spinoza zu lesen. Spinozas Philosophie erscheint mir, jedesmal, wenn ich mit ihr in Berührung komme, außerordentlich interessant.  Ganz einfach aus dem Grunde, weil ich glaube, mit Spinozas Denken grundsätzlich übereinzustimmen. Ich lebe mit der Überzeugung, dass Gott nicht etwas außerhalb der Welt ist, sondern ihr innewohnt und das in Welt und Natur wirkende Prinzip ist, also auch in uns. In Safranskis Goethe-Biographie taucht Spinoza auch auf, da sich Goethe mit Jacobi über Spinozas Denken auseinandersetzte. Und da heißt es z.B.: „Offenbarung ereignet sich in der Natur, nicht in irgendwelchen heiligen Schriften. Gott ist nicht außerhalb der Welt, er ist in ihr. Er ist, wie Spinoza es nennt, ihre »Substanz«.“ (S. 287) oder: „Halt gibt nur die Erkenntnis der Einheit, die den Geist mit der gesamten Natur verbindet.“ (S. 287, Safranski, „Goethe“, Fischer Verlag).

Leseliebe_MandalavisionFreudige Zufallsentdeckung neulich in der Buchhandlung

Das Buch, das ich gerade frisch zu lesen begonnen habe, ist eine Zufallsentdeckung, über die ich mich besonders freue. Mit dem Buch „Die Harmonie des Universums“ von Dieter B. Herrmann habe ich ein Buch gefunden, das sich im Grunde mit meiner These beschäftigt, dass Schönheit und Wahrheit miteinander verbunden sind. So heißt es im Untertitel des Buches: „Von der rätselhaften Schönheit der Naturgesetze“. Und ich merke auf den ersten Seiten schon, dass das für mich ein reicher Fundus wird. Beim groben Durchblättern kommt mir schon die Struktur einer Schneeflocke und eine Abbildung Ernst Haeckels Kunstformen der Natur entgegen – da kommt Lese-Vorfreude bei mir auf! Viele Themen habe ich in meinem Blog – teilweise noch im alten auf Blogspot – schon einmal angeschnitten.

Glückliche Entdeckung auf einer Autorenseite

Blog_176_mandalavision4Wie ich bei meinem Blogpost vom 6. Juni und anderen schrieb, bin ich überzeugt, dass bei Erkenntnis-momenten unterschiedlichster Denker aus verschiedenen Epochen – ich kenne diese Glücksmomente im Denken auch – etwas ähnliches (oder sogar gleiches) stattfindet, das nur jeder anders nennt und anders beschreibt. Das sind Momente, die uns Menschen – so bin ich überzeugt – befähigen, aus dem Unbewussten, intuitiv für kurze Momente Einblicke in größere Zusammenhänge zu gewinnen. Meines Erachtens auch der Grund, weshalb es ein Fehler ist, dem Verstand uneingeschränkte Herrschaft einzuräumen. Kürzlich habe ich von Ernst Peter Fischer, dessen Bücher ich ohnehin schätze (siehe Blogpost vom 6.2.17), das Buch „Die aufschimmernde Nachtseite“ entdeckt, das sich laut Untertitel mit „Kreativität und Offenbarung in den Naturwissenschaften“ auseinandersetzt. Perfekter Lesestoff für mich! Ich kann es kaum erwarten. Buch habe ich heute schon bei Lehmkuhl abgeholt…

Und dann natürlich Goethe!

Was ich oben hinsichtlich Goethe vorhin noch vergaß: Ferner stehen auf dem Programm „Dichtung und Wahrheit“ von Goethe selbst und: Nach 25 Jahren möchte ich auch nochmal den kompletten „Faust“ lesen. Dafür bin ich nun wirklich reif! Nach Safranskis Goethe-Biographie sicherlich um einiges interessanter als damals mit 18 am Gymnasium.

Lesestapel_MandalavisionMeine Leseliste für den Sommer:

„Die Ethik. Schriften, Briefe“, Spinoza
Goethe, Goethe, Goethe 😉
„Zeit“, Rüdiger Safranski
„Die aufschimmernde Nachtseite“, Ernst Peter Fischer
„Alles Leben ist eins“, Renée Weber