Irgendwo im Unklaren…

Mein neues Mandala hat „alte“ Farben; eine Farbkombination, die ich so schon lange nicht mehr aufs Papier gebracht habe. Vor ein paar Jahren kam Violett kombiniert mit Grün noch öfter vor.

Wenn ich diese Mandalas betrachte, dann finde ich diese Farbkombination recht traurig und „irgendwo im Unklaren“. Beim Nachlesen zur Farbwirkung habe ich auf einer Seite gefunden, dass Violett dadurch, dass es genau zwischen Rot und Blau liegt – die beide Primärfarben sind und sehr klar in ihrer Aussage -, irgendwo im Unklaren bleibt in seiner Wirkung (www.optikunde.de). Dass deshalb Violett auch für mystische, unerklärliche Phänomene steht bzw. verwendet wird. An anderer Stelle heißt es, Violett sei das Vergeistigte, die Gedankenwelt an sich; die Farbe der vielen Dinge, die wir in unserem Kopf gespeichert haben (www.grafixerin.com). In der Natur sind violette Blumen häufig giftig und Violett ist die Farbe der Schwermut… Ob ich mein Wohnzimmer, das seit Jahren in einem zarten Violett gestrichen ist, nicht doch einmal neu streichen sollte?

Mir ist zur Zeit auch einiges unerklärlich und ich fische im Trüben, wobei ich zugleich unglaublich viel im Kopf habe an Gedanken, Überlegungen und Themen, die mich umtreiben, aber offensichtlich ebenso lähmen. Ich weiß auch nicht so recht, wo´s langgehen soll und das Jahr 2018 ist eine einzige unentschlossene Partie zwischen allen Stühlen. Beim neu entstandenen Mandala empfinde ich zum Glück den türkisfarbenen Stern in der Mitte als sehr positiv. Türkis erinnert mich an Schnorchelerlebnisse: das schöne Gefühl, von Wasser umhüllt zu sein und mit bunten Fischen eins zu sein im wogenden, stillen Nass. Das fühlt sich frei und leicht und sorglos an.

Aber wenn ich dieses Mandala mit einem anderen, z.B. Nummer 220, in Rot und Blau vergleiche, dann wird doch recht deutlich, was mir momentan abgeht:
Mut, Entschiedenheit, Kontrast, Durchsetzungsfähigkeit und Energie.