Immer wieder die Mitte finden…


Ich glaube, es ist wichtig, die eigene Mitte zu finden oder dorthin zurückzukehren, um von dort aus wieder nach außen zu starten. Und momentan tue ich das. Farblich macht sich das vor allem mit Grüntönen in meinen Mandalas bemerkbar. Grün tut meiner Seele gerade wohl. Das ist so beruhigend. So wie die grünen Blätter der Bäume vor meinem Küchenfenster, die immer so sanft rascheln und rauschen im Wind.

Facebook & Insta adé!

Dazu gehört für mich auch, wieder all das wegzulassen, was mich gedanklich so zerstreut und soviel unnötigen Input in mein „System“ speist. Ich möchte wieder einen schöneren Alltag mit mehr Aufmerksamkeit auf das „echte“ Leben. Ich habe gemerkt, dass mir diese Social-Media-Portale auf den Wecker gehen. Ständig muss man irgendwas posten, weil die anderen gefüttert werden wollen. Aber warum und wozu? Echtes Interesse an den gezeigten Inhalten wird dort nicht gewonnen – jedenfalls nur sehr selten.

Smartphone-Konsum reduzieren

Und es geht ja nicht nur um die anderen, sondern vor allem um mich selbst. Ich habe gemerkt, dass ich so wie alle anderen ständig auf mein Smartphone glotze: in der U-Bahn und selbst zuhause, wenn ich grad alleine essen muss und einfach blödsinnig zum Zeitvertreib ein paar Bilder von anderen anschaue, die nicht alleine essen – aber wieso posten sie dann ständig? Mir wurde plötzlich immer mehr bewusst, dass das bescheuert ist. Zumal ich als kreativer Mensch das überhaupt nicht brauche, weil ich in meinem Kopf ausreichend Bilder habe, die viel facettenreicher und schöner sind. Und obendrein – wer kennt es nicht? – vergleicht man sich ständig mit den anderen und ist frustriert angesichts der Gärten, Villen, des ganzen Luxus und Erfolgs, der dort (auch) und vornehmlich gezeigt wird.

Geliebtes kreatives Leben

Und seitdem ich diesen Konsum drastisch reduziert habe, stellt sich wieder eine Gelassenheit ein, die ich früher mal hatte. Vielleicht brauchen auch nicht alle Menschen soviel Leerlauf zum Batterien-Laden wie ich. Aber ich glaube eher, dass es den meisten gut täte, ihren Konsum ebenfalls zu reduzieren und wieder die Menschen & das Leben in der direkten Umgebung wahrzunehmen anstatt sich ständig den Geist mit fernen Inhalten zu verstopfen. Das muss jeder selbst entscheiden. Ich habe entschieden, wieder aufmerksamer auf mein Leben zu sein und die Zeit zu nützen, die mir gegeben ist. Momentan vorwiegend zuhause beim Lesen, Schreiben, Zeichnen, Malen und Singen und: beim einfach vor mich hinschauen. Das muss auch sein, da schließe ich mich Astrid Lindgren an:

„…und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.“
(Astrid Lindgren)