Immer der Nase nach…

Kennt Ihr das auch? Durch einen Duft plötzlich erinnert zu sein an ein Erlebnis, das lange schon zurückliegt? Plötzlich von Sehnsucht erfüllt zu sein, weil einem irgendein Duft in die Nase steigt?

Auf´s Riechen möchte ich nicht verzichten

Ich rieche für mein Leben gern und möchte um nichts auf der Welt auf meinen Geruchssinn verzichten. Deshalb habe ich das Buch „Die geheime Macht der Düfte“ von Robert Müller-Grünow gelesen. Und deshalb finde ich es auch sehr erstaunlich, dass laut einer Umfrage viele junge Menschen meinen, eher auf ihren Geruchssinn als auf Smartphone & Social Media verzichten zu können. Ich wundere mich da nicht nur, sondern zweifle auch am Verstand dieser Menschen…

Düfte gehen direkt in unser Gefühlszentrum

Wer etwas genauer wissen möchte, wieso Düfte so stark mit Erinnerungen verknüpft sind und was es mit der Welt des Riechens auf sich hat, für den ist dieses Buch genau richtig. Und wer meint, er könne auf seinen Geruchssinn verzichten, dem sei es erst recht ans Herz gelegt. Ein Plädoyer, wieder mehr auf seine Nase zu vertrauen und dem Geruchssinn die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihm gebührt.

Wie wirken Düfte auf uns?

Besonders interessant finde ich die Ausführungen zu verschiedensten psychologischen Studien rund um unsere Nasen. Gerüche wirken z.B. auch jeweils anders in verschiedenfarbigen Umgebungen. Mich wundert das im Prinzip nicht, denn für mich hat es eine gewisse Logik, dass Pfefferminz-Duft z.B. nicht mit Rot in Verbindung gebracht wird. So gibt es ja auch keine Pfefferminzbonbons in roter Verpackung – jedenfalls nicht, dass ich wüsste.

Duftkreationen

Und da kam mir der Gedanke: Welche Düfte hätten wohl meine Mandalas? Was würde herauskommen, wenn Robert Müller-Grünow z.B. dieses Mandala Nr. 220 „beduften“ würde, d.h. dafür einen Duft kreieren würde? Ein Duft, der Rot & Blau mit Gold beschreibt, genau in dieser Form? Sehr spannend. Aber ich werde diesen Duft nie riechen können…

Lieblingsgerüche

Es gibt in meinem Leben ein paar ganz besondere Gerüche. Vier davon möchte ich Euch verraten:

  • Der Geruch, den mein Klavier immer noch verströmt, wenn ich den Deckel öffne. Das ist immer verknüpft mit diesem Glückstag vor 27 Jahren, als ich mein lang ersehntes Klavier bekam und es durchs Treppenhaus in den zweiten Stock geliefert wurde…
  • Der Geruch, den der alte Holzzaun auf meinem Spazierweg bei verschiedenen Wetterlagen aussendet; ganz besonders bei warmem Regenwetter. Herrlich, es erinnert mich so besonders an eine Zeit, in der ich dank der Unterstützung meiner Eltern viel mit meinem Hund spazierengehen konnte, um wieder in München anzukommen…
  • Ich rieche wahnsinnig gerne an den Ohren meiner Hunde, also ins Ohr hinein. Ja, das mag schräg klingen, aber ich liiiieeebe diesen Geruch!
  • Und natürlich: Ich liebe den Geruch von Büchern. Darüber schreibt auch Robert Müller-Grünow gleich auf den ersten Seiten seines Buches. Und es würde mich nicht wundern, wenn dieses Buch „beduftet“ wäre – natürlich für unsere Nasen nicht bewusst wahrnehmbar…

Wer seiner Nase also wieder mehr Aufmerksamkeit schenken möchte, dem empfehle ich:

„Die geheime Macht der Düfte“ von Robert Müller-Grünow,
zusammen mit Olaf Köhne und Peter Käfferlein, Edel Books