Hochs und Tiefs

Beim Malen des neuen Mandalas ging´s hoch und tief: schön geworden…, ach sieht das jetzt scheußlich aus – oh, ist eigentlich doch ganz schön geworden…

Besser keine Erwartungen

Gerade wenn mir die Zeichnung gut gefällt, merke ich, dass ich an die farbliche Gestaltung mit einer gewissen Erwartung herangehe, was nicht gut ist. Erwartungen sind nicht gerade das, was Genuss und gute Entwicklungen fördert. So läuft das Zeichnen und Malen meiner Mandalas oft analog zu Erfahrungen im alltäglichen Leben, die vordergründig erstmal gar nichts mit Kunst zu tun haben. Aber genau betrachtet ist es doch so: das Leben selbst ist ein Kunstwerk, das wir während unseres alltäglichen Tuns schaffen.

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Und wie bei der Entstehung meiner Mandalas ist´s im Leben, dass ich mir einmal denke „Wow, wie fantastisch ist das denn! Alles klappt so wunderbar!“ und dann – eine Minute, eine Stunde, einen Tag später – sieht es aus, als wäre alles verloren, die gute Entwicklung lässt mich im Stich, ich habe keine Idee mehr, das Ruder rumzureißen.

Richtungswechsel immer in Sicht

Der Trost: Es geht genauso unerwartet auch wieder in die andere Richtung „nach oben“. Das Kostbarste am Älterwerden empfinde ich, dem Leben leichter Vertrauen zu schenken, weil ich es oft genug erfahren habe, dass nach Tiefs auch wieder die Hochs kommen. Diese Wellenbewegungen wirklich anzunehmen, mit ihnen beweglich durchs Leben zu „schwappen“ wie ein Stück Treibholz in der Isar – das macht alles irgendwie leichter, auch wenn´s zwischendurch echt besch…… ist.

Meine heutige Musikempfehlung

Beim Zeichnen und Malen hörte ich meine neueste Musikentdeckung (Jazz). Diese CD wird bei mir jetzt ganz oft laufen, weil diese Musik einfach unbeschreiblich schön ist! Stimme und Bass – und Stille. Vielleicht die schönste Mischung, die es gibt: