Handschrift & Mandalas II

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In kleiner Runde war die Finissage ein gelungener Abend! Nachdem wir anfangs nur 10 Personen waren, konnten wir uns alle zusammen an den Tisch setzen und zusammen Mandalas zeichnen. Ich erklärte wieder die ersten drei Grundschritte, woraufhin sich die gleiche schöne Atmosphäre einstellte wie bei der Vernissage auch: jeder zeichnete gedankenversunken oder mit dem Nachbarn plaudernd an seinem Mandala. Im Laufe des Abends kamen noch weitere Besucher und setzten sich an frei gewordene Plätze, um ebenfalls einzutauchen ins Zeichnen.

Eine schöne Erfahrung für mich

Ganz besonders freute ich mich an diesem Abend über die Besucherinnen und Besucher, die nur aufgrund meiner Bilder und der Ankündigung im Schaufenster von Mundart-e extra vorbeikamen und sich aufs Zeichnen und Ausprobieren freuten. Zu hören, dass meine Mandalas berühren und in gewisser Weise auch Sehnsüchte wecken – sei es, sich selbst wieder näher zu sein oder wieder kreativ zu sein wie früher als Kind -, ist für mich ein schönes Erfolgserlebnis und die Bestätigung, dass ich meinen Weg gefunden habe.

Das eine ist, zuhause beim Zeichnen und Malen selbst  innere Ruhe, Ausgeglichenheit und den eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden, das andere ist, Menschen zu erreichen und zu hören, dass es ihnen gut tut, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen und zu zeichnen. Und das ohne das drückende Gefühl, irgendetwas Bestimmtes in vorgegebener Zeit erreichen zu müssen, sondern einfach nur frei von Hand zu zeichnen und im Augenblick zu sein.

Freude über alle entstandenen Mandalas

Wie auch bei der Vernissage war es mir eine große Freude, dass wieder soviele unterschiedliche Mandalas entstanden und die Verbindung zur Handschrift deutlich wurde. Unter den Besucherinnen waren zwei Schwestern, von denen mir die eine sagte, dass sie das Mandala ihrer Schwester an deren „Handschrift“ erkennen könne und ihr eigenes Mandala ganz typisch für sie sei – so wie ihre eigene Handschrift eben.

mandalazeichnenSo entstanden während des Zeichnens auch immer wieder interessante Gespräche über Gedanken zur Handschrift und zum Zeichnen.

zweimandalasfinissageAm gestrigen Abend habe ich öfter vernommen, dass das Mandalazeichnen glücklich macht, dass es beruhigt und entspannt, und dass es einfach schön ist, sich sein eigenes Mandala zu erschaffen und nicht nur fertige Vorlagen auszumalen. An dieser Stelle auch wieder mein Dank an alle Zeichnenden für die Genehmigung, die Bilder hier in meinem Blog abzubilden. Herzlichen Dank!

Handschrift immer mit dabei

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img-20161105-wa0007Zwar kam die Handschrift heute leider etwas zu kurz, aber doch war sie immer mit dabei und die meisten von uns Rechtshändern probierten zum Abschluss noch aus, mit links zu schreiben. Das sorgte noch für jede Menge Gelächter am Tisch, so schräg und krumm wie unsere Schriften dann aussahen! Allerdings war zu merken, dass auch das reine Übungssache ist.

Claudia Caspers jedenfalls konnte mit links* erstaunlich gut schreiben und räumte ein, dass sie es im Zuge der Schreiberlebniswelt einfach schon oft geübt hatte. Außerdem sagte sie uns, paula vom Mundart-e-Team sei eine erstaunliche Ausnahme, da seine Handschrift sich kaum unterscheide – egal ob mit rechts oder links geschrieben. Was auch immer das graphologisch gesehen heißen mag – es ist faszinierend!
*Bei einem späteren Treffen bemerkte ich, dass Claudia Linkshänderin ist – sie konnte also mit rechts erstaunlich gut schreiben!

Schöne Zeichen- und Schreibgeräte

Was ich nochmal erwähnen möchte, weil es zeigt, wie wenig man manchmal braucht, um kreativ zu sein, ist die Tatsache, dass wir nur Bleistifte, Druckbleistifte und teilweise Kugelschreiber verwendeten. Die Firma Kaweco unterstützt die Schreiberlebniswelt mit schönen Schreibgeräten: Füller, Kugelschreiber und insbesondere die schönen Druckbleistifte, die man mit einem Handgriff mit anders farbigen Minen bestücken kann.

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