Entfaltung der Sinne

In der vergangenen Woche habe ich mit meinem Liebsten gleich zweimal das „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne“ in Nürnberg besucht. Das war für mich natürlich genau das Richtige, liebe ich doch Naturkundemuseen und insbesondere die Abteilungen, in denen man spannende Entdeckungen rund um das größte Rätsel machen kann: uns und unsere Wahrnehmung der Welt!

Leider, leider kann ich Euch diesen schönen Ausflug fast nur für das nächste Jahr empfehlen, denn 2016 gibt es die Gelegenheit nur noch bis 31. August. Also unbedingt vormerken für 2017!

Mein Highlight natürlich: Mandalas!

Und mein Highlight natürlich – was sonst? – wunderschöne, sich immer wieder neu zusammensetzende, immer wieder anders erscheinende Mandalas!

Erfahrungsfeld2016bOh, ich hätte da noch viel länger vor diesem Ölkaleidoskop sitzen können! Es gab zwei davon, wobei mein Favorit dasjenige war, in dem sich die farbenprächtigen Gebilde aus sich bewegenden, farbigen Flüssigkeiten zusammensetzen. Auf der Seite war ein Rad zum Drehen und während ich drehte, entstanden vor meinen Augen fantastische Mandalas!

Gerüche, Spiegel und ein schiefes Haus

Erfahrungsfeld2016Nicht nur unglaublich interessant, sondern auch wahnsinnig lustig sind verschiedene Stationen im Erfahrungsgelände. Vor den Zerrspiegeln musste ich lauter lachen als die anwesenden Kinder und die zu erratenden, hochkonzentrierten Gerüche haben für meine Nase alle gestunken, selbst wenn es sich um Lavendel, Rose oder Mandel handelte.

Außerdem war eine wirklich spannende Erfahrung – zumal ich 2013 tatsächlich einmal für zwei Wochen einseitig ohne Gleichgewichtsorgan war – der Besuch im schiefen Haus. Kaum zu glauben, was passiert, hat man es erst betreten! Probiert es aus, wenn es irgendwo die Gelegenheit dazu gibt!

Erfahrungsfeld2016aDunkelcafé

Eine auch noch sehr interessante Erfahrung war unser Besuch des Dunkelcafés ein paar Straßen weiter in einem alten Bunker. In diesem Café ist es stockdunkel, man kann nichts sehen – außer das schwärzeste Schwarz, das man je gesehen hat. Am Eingang des Cafés wird man von einer/m blinden Mitarbeiter/in abgeholt und kann dann in dieser Finsternis einen Kaffee trinken und all seinen Sinnen vertrauen, die einem auch noch gegeben sind, die man aber meistens kaum wahrnimmt, weil unser Sehen so dominant ist. Die Ohren gewinnen plötzlich eine Dimension, die sich sehr groß anfühlt, wogegen das Gefühl für den Raum durch die Augen zu einem dichten Ball ohne Gefühl für Abmessungen zusammenschrumpft. Die sehr nette Mitarbeiterin, mit der wir uns unterhielten, als die Geräuschkulisse einer sechsköpfigen Familie das tiefe Schwarz verlassen hatte, verriet uns dann auch, sie würde es schon genießen, hier den Sehenden überlegen zu sein – denn ohne die dort Mitarbeitenden hätte keiner von uns mehr zurückgefunden ans Licht…

Meine Empfehlung: