Ein Schmetterling für Edith

Auf Wunsch meiner lieben Blogleserin Edith ist nun wieder eines meiner heiß begehrten Insekten-Mandalas entstanden. Obwohl ich anfangs dachte, niemand sonst würde Heuschrecken, Käfer, Hummeln und Schmetterlinge auf Mandalas mögen, stellt sich nun heraus, dass meine Insekten-Mandalas sehr beliebt sind. Vor allem die in der Gold-Weiß-Insekten-Kombination. Das freut mich natürlich sehr!

Bewusstsein für Insekten stärken

Ich freue mich einerseits, weil ich diese Mandalas sehr gerne zeichne und gestalte. Andererseits aber auch, weil es so dringlich ist, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Insekten zu stärken. Meine Art ist, ihre Schönheit künstlerisch aufzuzeigen und somit unsere Verantwortung unseren kleinsten Mitgeschöpfen gegenüber zu stärken. Denn es ist auch die Verantwortung für uns selbst. Ich glaube, viele Menschen sind so weit von der Natur entfernt, dass ihnen nicht bewusst ist, dass wir ohne Insekten überhaupt nicht existieren könnten. Insekten ohne uns dagegen sehr wohl.

Insekten gehen bedrohlich zurück

Mittlerweile sind Insekten auch in den Medien ein Thema. Denn erschreckenderweise ist der Insektenbestand bis zu 75% zurückgegangen. Eine Zahl, die ich kaum glauben kann. Ein Ausmaß, das uns aufwachen lassen sollte. Allerdings glaube ich, dass, solange wir Insekten gefühllos als „Biomasse“ bezeichnen, die meisten Menschen nicht kapieren, was hier still und leise passiert. Wenn wir Insekten als Biomasse bezeichnen, warum dann nicht gleich uns selbst mit dazu? So mancher Mensch würde sich wohl sehr empören, würde man seinen Körper lediglich als Biomasse bezeichnen, wo er soviel Sorgfalt darauf verwendet, seinen Körper aufzupeppen, zu glätten und zu verschönern. Letztendlich landen auch wir in der Grube und der Unterschied zum Insekt ist nur die Lebensdauer… Zu drastisch? Ich denke, solange der Mensch sich nicht im Gesamtzusammenhang sieht und fühlt und aufgrund seiner Intelligenz Verantwortung für seine Umwelt übernimmt, hat er keinen Grund, sich höher stehend als ein Insekt zu dünken.

Künstlerseele und Naturforscher

Mein letzter Beitrag zum Thema Insekten war meine Buchempfehlung im Blogpost Die Liebe zum Kleinen. Dort erwähnte ich, mich daran zu erinnern, im Bayerischen Wald als Kind schon Insekten unter die Lupe genommen zu haben und meinem Naturforscherdrang zu folgen. Meine Eltern haben daraufhin die alten Dias durchgesehen und sind fündig geworden. Zwei davon werde ich mir rahmen und aufhängen, weil ich sie so liebe: einmal zeichnend mit meinem Schwesterherz – ich spazierte wohl mehr als dass ich zeichnete – und einmal ich mit Lupe; zusammen mit Schwester und Cousin. Ob die beiden sich dafür auch interessierten oder nur aus Höflichkeit schauten?

Schwalbenschwanz auf Goldblume

Ich freue mich, dass nun ein Mandala mit Schwalbenschwanz für Edith auf Reisen geht und eine neue Heimat findet. Ganz besonders, weil auch ich mit einem Schwalbenschwanz eine sehr schöne Erinnerung aus 2015 verbinde und sich somit irgendwie der Kreis mal wieder schließt – und wie Ihr wisst, liebe ich es, in Kreisen zu denken!