Die Verbindung zur Mitte

Letzte Woche entstand mein zweites Mandala in diesem Jahr und ich war angenehm überrascht, dass es so farbenfroh, leicht und fröhlich „daherkam“ und ich es dann noch auf Gold betten konnte. Das ist ein schöner Wegweiser fürs noch sehr junge Jahr!

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Inspirierende Lektüre

Was meine derzeitige Lektüre betrifft, so bin ich weiterhin den Texten von Physikern auf der Spur und mein zuletzt entdeckter Schatz ist das Buch „Der Teil und das Ganze“ von Werner Heisenberg im Piper Verlag. Ein wunderbar geschriebenes Buch, das in mehrfacher Hinsicht zum Nachdenken anregt, Zeitgeschichte aufs Interessanteste vermittelt und die Verbindung von Naturwissenschaft und Philosophie bzw. Spiritualität aufzeigt.

Mandala164_fortlaufendDie beiden Wörter Philosophie und Spiritualität „beißen“ sich auf den ersten Blick und doch sind sie wohl eins: einmal westlich rational angehaucht und einmal esoterisch ominös angehaucht. Mein Weg ist eine selbstdenkende Mischung aus beidem. Die Verbindung von Naturwissenschaft und Philosophie wiederum ist meines Erachtens die Verbindung zur Mitte oder zur Transzendenz – ein Erlebnis, das Werner Heisenberg bereits auf den ersten Seiten seiner autobiographischen Texte erwähnt und das mit meinem Denken und Erleben zusammengeht.

„Da war die Verbindung zur Mitte auf einmal unbezweifelbar hergestellt.“
„Man konnte also vom zentralen Bereich sprechen, das war zu allen Zeiten möglich gewesen, bei Plato und bei Bach, in der Sprache der Musik oder der Philosophie oder der Religion, also mußte es auch jetzt und in Zukunft möglich sein. Das war das Erlebnis“.
Werner Heisenberg, Seite 20

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Schönheit als Wahrheitskriterium

Ein Gedanke/Thema, dem ich innerlich immer auf der Spur bin und womit für mich auch die Mandalastruktur steht, lautet: Schönheit als Wahrheitskriterium, Schönheit als konstituierende Struktur der Wirklichkeit. Schönheit auch und vor allem in Verbindung mit Symmetrie, die uns Menschen nicht nur fasziniert, sondern uns ebenso ausmacht wie viele andere Lebensformen.

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„Am Anfang war die Symmetrie“ *

Werner Heisenberg ließ sich in seiner Forschung nicht nur von seinem Verstand, sondern auch von seiner Intuition leiten und diese ließ ihn oft auf die faszinierende Schönheit mathematischer Strukturen stoßen: „Sie können mir vorwerfen, daß ich hier ein ästhetisches Wahrheitskriterium verwende, indem ich von Einfachheit und Schönheit spreche. Aber ich muß zugeben, daß für mich von der Einfachheit und Schönheit des mathematischen Schemas, das uns hier von der Natur suggeriert worden ist, eine ganz große Überzeugunskraft ausgeht.“ (Seite 86) (*Seite 280)

Meine Buchempfehlung zum heutigen Blogpost:

„Der Teil und das Ganze.“ von Werner Heisenberg im Piper Verlag