Dazzling Dog

Heute gibt´s einfach mal wieder eine Collage aus meiner bunten Mandalavisions-Welt. Das neue Designpapier hat den Namen „Dazzling Dog“ erhalten – so wie „dazzling woman/tolle Frau“ oder „dazzling personality/Paradiesvogel“. Das hat mir gefallen. Die bunten Designpapiere tun meiner Seele einfach gut!

Mir ist bewusst, dass mir das Zeichnen und Malen solcher Papiere immer den Stempel aufdrückt, dass ich sehr „kindlich“ geblieben bin. Ja, das mag sein und ich finde das auch begrüßenswert – ist ja nicht unbedingt erstrebenswert, so ein verknöcherter, grauer Erwachsener zu werden, der meint, alles Bunte sei ihm nicht mehr angemessen (graue Kunst und Architektur ist in unserer Kultur ja besonders angesehen und natürlich nicht so ein bunter Kinderkram ohne intellektuellen Anspruch… ein Hoch auf Friedensreich Hundertwasser, der die gerade Linie und den einheitlich grauen Wohnblock als lebensfeindlich gesehen hat und sich gegen die Standardisierung und FÜR Individualität eingesetzt hat!).

So laufen wir Erwachsene auch meist in grauen, braunen und schwarzen Klamotten herum, während unsere Kinder nicht bunt genug angezogen sein können. In den Öffentlichen sind deshalb meist nur die Kinder Farbtupfer im allzu tristen Alltagsgrau unserer Wirtschaftskonsumwelt – und ja, fast hätte ich es vergessen: Ich liebe es, bei uns afrikanische Frauen in ihren schönen bunten Kleidern zu sehen! Ach, wieviel Hoffnung kommt da gleich ins Leben! Die Erinnerung daran, dass das Leben so fröhlich sein könnte!

Erinnerung an das Staunen für die Welt

Für mich sind meine Designpapiere, aber auch meine jeweils verschieden farbenfrohen Mandalas wahrscheinlich auch eine Kompensation für meine durchaus oft grauen Grüblereien, die mich vom Staunen und Fröhlichsein leider allzu oft entfernen. Mehr als mir lieb ist. Denn die schönsten Phasen in meinem Leben waren, sind und werden die sein, in denen es mir gelingt, wie ein Kind zu staunen über alles, was ist, weil es ein Wunder ist, dass überhaupt irgendwas ist.

Der Ausspruch von Gottfried Wilhelm Leibniz „Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?“ ist nicht ein realitätsfernes abgehobenes philosophisches Zitat, sondern drückt genau dies aus. Deswegen mochte ich es auch sofort, als ich es das erste Mal hörte. Aber wir laufen durch die Welt, halten alles für selbstverständlich und zerbrechen uns über unsere Unzulänglichkeiten den Kopf, anstatt uns daran zu erinnern, wie erstaunlich es ist, dass wir und die Welt überhaupt sind.

Mit Kinderaugen sehen

Macht den Test, wenn Ihr das nächste Mal einen Rosenkäfer auf einem Blatt krabbeln seht. Wie seht Ihr ihn heute als Erwachsene und wie habt Ihr ihn als Kind gesehen, als alles noch neu und aufregend war? Als Ihr fasziniert wart von der grün-glänzenden Schönheit des großen gemütlichen Käfers, der sich bewegen kann wie wir und obendrein noch fliegen kann? Woher kommt das Leben in ihm, woher kommt das Leben in uns?