Auferstehung*

„Auferstehung“ – ein Titel, den mein erstes Mandala 2018 von einer meiner Facebook-Followerinnen bekommen hat. Und ich finde die Assoziation sehr treffend!

Zerfall in Einzelteile

Was mir heute im Laufe des Tages zu „Auferstehung“ einfiel – zu einem Wort, das so religiös christlich besetzt ist, dass man gedanklich kaum von der biblischen Auferstehung wegkommt -, ist folgendes:
Neu auferstehen kann dann etwas, wenn es in seine Einzelteile zerlegt wurde und dann wieder eine neue Form braucht, wenn es sich nicht im Durcheinander der einzelnen Bausteine verlieren soll.

Lego-Spiel

Das ist quasi wie beim Lego spielen: Da gibt es fertig zusammengesetzte Gebilde, die man anschauen kann, wobei die einzelnen Teile nicht sichtbar sind. Will man sie aber in ihrer Konstruktion verstehen, kann bzw. muss man sie auseinanderbauen. Oder man baut sie auseinander, weil einem etwas Fertiges zu langweilig ist – so wie es bei Kindern ist: die wollen was Eigenes erschaffen und sich nicht mit Vorgefertigtem zufrieden geben. Dann nehmen sie das ganze Ding auseinander bis ein Haufen einzelner Bausteine vor ihnen liegt. Und jetzt kann was Neues entstehen, kann ein neues Gebilde „auferstehen“.

Wie immer ist bis auf den äußeren Rahmen (10 x 10 cm) alles freihand und spontan gezeichnet.

Analog zum Leben

Und so kommt es mir im Leben auch zuweilen vor: Da gibt es Phasen mit einem fertigen Gebilde; dann gibt es Phasen, wo nur ein Haufen Einzelteile vor einem liegt und man erstmal ratlos ist; und dann gibt es die Phasen, in denen man freudig ein neues Gebilde zusammensetzt. Je öfter man diesen Prozess durchläuft, desto besser weiß man vermutlich, wie das neue Gebilde schöner und stabiler werden kann. Ich bin halt doch ein Optimist!